top of page

Warum manche Gitarristen jedes Jahr besser werden – und andere nicht

Autorenbild: Christian Konrad
Christian Konrad
6. März
3 Min. Lesezeit

Talent wird meistens völlig überschätzt. Warum machen manche Gitarrist:innen Jahr für Jahr echte Fortschritte, während andere seit Ewigkeiten auf der Stelle treten? Die Antwort liegt in einem einfachen System aus vier Elementen – und wenn eines davon fehlt, gerät dein Übfortschritt früher oder später ins Stocken.



Fortschritt beim Gitarrelernen hängt selten von angeborenem Talent ab. Viel entscheidender ist ein Zusammenspiel aus vier Faktoren, die sich gegenseitig stützen. Fehlt einer davon, bricht das ganze System irgendwann zusammen.

1. Begeisterung – der Startmotor

Am Anfang steht immer die Begeisterung: ein Gitarrist, der einen umgehauen hat, ein Song, den man unbedingt spielen können möchte, ein Konzert oder Video, das Lust aufs Üben macht. Ohne diese Startenergie übt niemand über einen längeren Zeitraum. Das Problem: Begeisterung lässt mit der Zeit zwangsläufig nach – und muss dann bewusst wieder neu entfacht werden, zum Beispiel durch inspirierende Videos oder Konzerte, die man sich gezielt vornimmt.

2. Ein Plan – die Landkarte

Wer nicht weiß, wohin die Reise geht, kommt selten an. Ohne klaren Plan wird geübt, wonach gerade spontan Lust besteht – und langfristiger Fortschritt bleibt aus. Ein guter Plan beantwortet zwei Fragen: Wo will ich hin, und welche Schritte führen mich dahin? Wichtig ist dabei, einem einmal gewählten Plan auch treu zu bleiben – mindestens ein halbes Jahr, bevor man über Änderungen nachdenkt.


3. Disziplin – der Startknopf, nicht der Motor

Ein weit verbreitetes Missverständnis: Viele halten Disziplin für den entscheidenden Langzeitfaktor. Tatsächlich ist sie eher der Startknopf – sie hilft, auch an Tagen mit wenig Motivation dranzubleiben und dem eigenen Plan treu zu bleiben. Dauerhaft nur über Willenskraft zu funktionieren, hält aber niemand durch. Deshalb kommt das vierte Element ins Spiel.

4. So baust du dir eine stabile Übungsroutine auf

Das eigentliche Ziel ist eine feste Übungsroutine – Üben soll so selbstverständlich werden wie Zähneputzen, ganz ohne täglichen inneren Kampf. Genau hier entsteht der messbare Fortschritt: nicht durch einzelne intensive Tage, sondern durch viele unspektakuläre Übe-Sessions über Monate und Jahre hinweg, quasi im Autopilot-Modus. Bis sich eine neue Routine etabliert hat, dauert es erfahrungsgemäß mehrere Wochen – Disziplin ist genau in dieser Übergangsphase gefragt.

Checkliste: Welches Element fehlt dir gerade?

Nicht im Video, aber praktisch für die eigene Standortbestimmung – geh die vier Punkte einmal ehrlich durch:

  • Begeisterung: Wann hat mich zuletzt ein Gitarrenvideo, Konzert oder Song wirklich mitgerissen? Wenn das schon lange her ist → gezielt neue Inspirationsquellen suchen.

  • Plan: Weiß ich gerade konkret, woran ich übe und warum? Oder springe ich zwischen Themen hin und her?

  • Disziplin: Übe ich auch an Tagen, an denen ich eigentlich keine Lust habe – oder nur, wenn die Motivation von selbst da ist?

  • Routine: Ist Üben bei mir ein fester Termin im Alltag, oder hängt es jedes Mal von spontaner Entscheidung ab?

Der Punkt, bei dem du zögerst, ist meist genau der, an dem sich anzusetzen lohnt.

Mit Struktur zum Ziel

Wer sich nicht selbst einen Plan erarbeiten möchte, kann auch auf einen fertigen, über Monate hinweg strukturierten Übungsplan zurückgreifen. Genau das ist der Ansatz von Schnellstart Rockgitarre: Der Kurs vermittelt komplettes Rockgitarrenspiel – Rhythmus- und Begleitspiel ebenso wie Lead- und Solotechnik, inklusive Durtonleiter, CAGED-System und Drei-Ton-pro-Saite-Pattern – entlang eines klaren, langfristig gültigen Weges. So fällt dir genau das leichter, was im Video als Element 2 beschrieben wird: die Landkarte, die dir zeigt, wohin die Reise geht.

Mehr Infos zu Schnellstart Rockgitarre findest du hier.

Kommentare


bottom of page