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5 Anfängerfehler, die dich als Gitarrist lange zurückwerfen

  • Autorenbild: Christian Konrad
    Christian Konrad
  • 17. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Ich war 18, hatte vier Jahre Gitarre gespielt und dachte, ich sei eigentlich ganz gut. Dann kam meine erste Probe mit einer richtigen Band – ein Disaster. Nicht, weil ich die Songs oder Akkorde nicht kannte, sondern weil ich fünf Dinge jahrelang komplett falsch gemacht hatte, ohne es überhaupt zu merken. Diese fünf Fehler bremsen viele Gitarristen aus, weit über die ersten Anfängerjahre hinaus.


1. Nur im Sitzen üben

Jahrelang habe ich ausschließlich sitzend geübt, am liebsten auf dem Sofa. In der ersten Bandprobe, stehend mit Gurt und echten Menschen daneben, war plötzlich alles anders: Der Greifwinkel der linken Hand verändert sich, der rechte Arm sitzt anders, die Gitarre bewegt sich mit jeder Körperbewegung mit, statt ruhig auf dem Oberschenkel zu liegen. Die Lösung ist simpel: regelmäßig auch im Stehen üben, dazu ein bequemer, breiter Gurt, der das Gewicht gut verteilt und den rechten Arm entspannt anschlagen lässt.

2. Nebengeräusche nicht unter Kontrolle haben

Ein Riff klingt clean wunderbar – schaltest du auf Verzerrung um, klingt es plötzlich chaotisch. Der Grund: Distortion verzeiht nichts. Jede nicht gedämpfte Saite, jede unkontrollierte Berührung wird lauter und hörbarer. Die Lösung: konsequentes Dämpfen aller nicht gespielten Saiten, und zwar bei jedem Anschlag. Faustregel: Die Greifhand dämpft die dünneren Saiten mit den Fingern, die Schlaghand dämpft die dickeren Saiten mit dem Handballen ab. Wer sich dabei aufnimmt und kritisch anhört, merkt schnell, wo es noch klappert.

3. Kein Bewusstsein für das eigene Timing

Das Tückische an schlechtem Timing: Man hört es beim eigenen Spielen kaum, weil das Gehirn das, was man spielen wollte, mit dem verschmilzt, was man tatsächlich hört. Der Schlüssel zur Verbesserung ist konsequentes Aufnehmen – am besten zu einem Metronom oder Drum-Loop. Es tut anfangs weh, sich selbst unsauber zu hören, aber genau das ist der Ausgangspunkt für echte Verbesserung.


4. Der häufigste Anfängerfehler: Sich in Equipment statt ins Üben stürzen

Neues Equipment zu kaufen fühlt sich sofort gut an – Üben dagegen ist langsam und zeigt Ergebnisse erst nach Wochen. Das ist keine Frage der Willenskraft, sondern menschlicher Psychologie: Wir greifen gerne zur schnellen Belohnung. Das Problem dabei: Bessere Ausrüstung klingt mit untrainierten Fingern trotzdem nicht besser, während ein guter Gitarrist auch auf einfachem Equipment gut klingt. Gear darf Spaß machen – aber als Sahnehäubchen, nicht als Ersatz fürs Üben. Da liegt der wohl häufigste Anfängerfehler.

5. Sich auf eine einzige Nische beschränken

Wer sich nur auf einen schmalen Musikstil festlegt ("Blues ist nichts für mich", "Jazz zu kompliziert"), verpasst wichtige Werkzeuge fürs eigene Spiel. Blues lehrt, wie eine Note atmet und wie man Pausen setzt. Funk schärft das rhythmische Gefühl und den Groove im Zusammenspiel. Auch ohne selbst Jazz- oder Funk-Gitarrist zu werden, wird man als Rockgitarrist besser, wenn man sich regelmäßig auf andere Stile einlässt – genau das haben die großen, originellen Gitarristen der Musikgeschichte immer gemacht.

Checkliste: Die 5 Fehler auf einen Blick

  1. Nur im Sitzen üben – auch regelmäßig im Stehen mit Gurt üben

  2. Nebengeräusche ignorieren – Greif- und Schlaghand konsequent dämpfen lassen

  3. Timing nicht hinterfragen – regelmäßig zum Metronom aufnehmen und kritisch anhören

  4. Equipment statt Übung priorisieren – Gear als Sahnehäubchen sehen, nicht als Ersatz

  5. Sich auf eine Nische beschränken – bewusst auch andere Musikstile reinhören

Bereit, diese Fehler dauerhaft hinter dir zu lassen?

Diese fünf Fehler lassen sich am schnellsten vermeiden, wenn das Üben von Anfang an einen klaren, strukturierten Rahmen hat – genau das ist das Fundament meines Kurses Schnellstart Rockgitarre: ein 6-Monats-Grundlagenkurs für E-Gitarre, der dich sauber durch komplettes Rockgitarre-Spiel führt – Rhythmusgitarre genauso wie Solospiel, von Powerchords über die Durtonleiter und das CAGED-System bis zu Drei-Töne-pro-Saite-Patterns –, statt Fehler wie diese jahrelang unbemerkt mitzuschleppen.

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